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Politik aktuell
09.02.2012
Pressemitteilung Andrea Wicklein
EU-Betriebsbeschränkungs-Verordnung gefährdet Lärmvermeidung und Lärmschutz an Flughäfen
Heute berät der Deutsche Bundestag über den Vorschlag des Europäischen Parlaments und des Rates über Regeln und Verfahren für lärmbedingte Betriebsbeschränkungen
auf Flughäfen der Union. Darüber informierte heute die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD):
„Die SPD-Bundestagsfraktion lehnt den EUVorschlag kategorisch ab. Wir fordern von der Bundesregierung, sich für eine Überarbeitung der Verordnung einzusetzen und falls dies nicht gelingt, den Verordnungsentwurf endgültig abzulehnen. Dieser
Verordnungsentwurf ist geradezu kontraproduktiv, um die Lärmbelastung für die Anwohner an den europäischen Flughäfen gerade in der Nacht zu reduzieren.
Statt die Flughäfen einseitig unter Wirtschaftlichkeitsaspekten zu betrachten, müssen wir europaweit endlich die Kriterien Lärmvermeidung und Lärmschutz in den Vordergrund rücken. Die Flugroutendiskussion am Flughafen BER zeigt, wie wichtig die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner gerade in Umlandgemeinden sind. Diese Frage ist offensichtlich auf EU-Ebene noch nicht angekommen“, kritisiert Andrea Wicklein.
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08.02.2012
Entschließungsantrag der Fraktion der SPD
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über
Regeln und Verfahren für lärmbedingte Betriebsbeschränkungen auf Flughäfen der
Union im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sowie zur Aufhebung der Richtlinie
2002/30/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates
KOM (2011) 828 endg.; Ratsdok. 18010/11
hier: Stellungnahme gegenüber der Bundesregierung gemäß Artikel 23
Absatz 3 des Grundgesetzes
Lesen Sie hier den SPD-Entschliessungsantrag
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08.02.2012
Beschluss des Bundesrates - Europakammer -
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und
des Rates über Regeln und Verfahren für lärmbedingte Betriebsbeschränkungen
auf Flughäfen der Union im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2002/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
Lesen Sie hier den Beschluss
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01.12.2011 (aufgenommen am 12.02.2012)
Vorschlag für
VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
über Regeln und Verfahren für lärmbedingte Betriebsbeschränkungen auf Flughäfen
der Union im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sowie zur Aufhebung der
Richtlinie 2002/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
Lesen Sie hier den Vorschlag
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20.01.2012
Viele Ängste, viele Fragen
Im Kreis Teltow-Fläming bewerben sich drei Schulen für das Pilotprojekt Inklusion

BLANKENFELDE - Im Bereich der Bildung wird der Begriff Inklusion verwendet für ein neues Programm, das von der UN-Behindertenrechtskonvention zum gemeinsamen Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten auf den Weg gebracht wurde. Dabei hat Deutschland Nachholbedarf – auch das Land Brandenburg nimmt sich jetzt dieses Themas an.
Seitdem sich das Bildungsministerium in Potsdam mit ersten Plänen dazu äußerte, wird überall darüber diskutiert. Die Förderschulen für schwer Lernende sollen in den allgemeinen Schulen aufgehen, und zwar in den nächsten Jahren. Insofern spielt das Vorhaben bei den Schulentwicklungsplänen eine zentrale Rolle. Und es wird unter Eltern, Schülern und Lehrern diskutiert, denn zu viele Fragen sind noch völlig offen.
Am Mittwochabend lud der SPD-Ortsverband Blankenfelde-Mahlow in die Grüne Passage nach Blankenfelde zur Diskussion ein. Er hatte sich kompetente Leute ins Podium geholt. So Petra Brückner, Leiterin einer Integrationskita in Königs Wusterhausen und Mitglied am Runden Tisch für Inklusion sowie Vorsitzende des Bildungsausschusses in Großbeeren. Daneben saßen Wolfgang Dannebaum aus Blankenfelde vom Vorstand des Vereins Fairmade Plus, der den Verkauf und die Vermarktung von Produkten und Leistungen unterstützt, die einen Wertschöpfungsanteil von 15 Prozent durch Einbeziehung benachteiligter Menschen erreicht. Mit dabei waren auch Dietlind Biesterfeld und Matthias Knake vom Vorstand des SPD-Ortsverbandes. Abgesagt hatten eingeladene Vertreter der Förderschule Mahlow, des Schulamtes sowie des Bildungsministeriums.
Inklusion bedeutet: Alle Kinder lernen gemeinsam in einer Schule. Alle Kinder haben gleiche Chancen auf Bildung. Individuelle Fähigkeiten können sich voll entfalten. Diskriminierung und Beeinträchtigung von Fähigkeiten und Begabungen sind ausgeschlossen. Das ist das Ziel der UN-Konvention, die seit dem 19. Dezember 2008 in Deutschland gilt und im November 2009 von der Landesregierung im Koalitionsvertrag verankert wurde.
„Im Kreis Teltow-Fläming haben sich bislang drei Schulen für das Pilotprojekt beworben“, informierte gestern auf Nachfrage Schulrat Erich Bause vom Staatlichen Schulamt Wünsdorf. „Unsere Otfried Preußler-Oberschule ist mit dabei“, ergänzte Carl Ahlgrimm, Bürgermeister der Gemeinde Großbeeren. Der Hauptausschuss hatte am Mittwochabend mehrheitlich eine Bewerbung beim Land befürwortet.
Die Probleme liegen in den Details, das wurde bei der Diskussion in Blankenfelde schnell klar. Es geht um die Ängste der Eltern von nicht-behinderten Kindern, es geht vor allem um Finanzen, um bauliche Ausstattungen, um Fortbildung der Lehrkräfte, um neue Lehrkräfte.
Einige Mütter mahnten an, die Inklusion bereits in den Kindergärten durchzuführen. „Kita-Kinder, die mit behinderten Gleichaltrigen spielen, werden sie später in der Grundschule nicht hänseln, sondern ganz normal mit ihnen weiter spielen“, meinten sie.
Die anwesenden Lehrer forderten die Einbeziehung der Inklusion als Bestandteil des Studiums. „Die Ausbildung der Erzieher und Lehrer muss komplett umgekrempelt werden“, waren sie sich einig.
Als Fazit der Diskussion betonte Petra Brückner: „Die Schule muss fähig sein, jedes Kind aufzunehmen. Bislang heißt es: Die Kinder müssen für die Schule fähig sein. Diese Sichtweise muss sich ändern!“

Quelle: MAZ, Zossener Rundschau, 02.01.2012
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12.01.2012

SPD Ortsverein Großbeeren
Presseerklärung zum Gutachten des Umweltbundesamtes

Die SPD Großbeeren begrüßt die Veröffentlichung des Gutachtens des Umweltbundesamtes zur lärmfachlichen Beurteilung der Flugrouten für den Verkehrsflughafen Berlin Brandenburg (BER).
Die anfänglichen Versuche, die zeitnahe Veröffentlichung des Gutachtens zu verhindern, haben das Vertrauen der Betroffenen in die Glaubwürdigkeit der beteiligten politischen Entscheidungsträger weiter sinken lassen.
Das Gutachten gibt denen Mut und Zuversicht, die auch nach dem Leipziger Urteil zum Nachtflug, weiter um ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22.00 und 6.00 Uhr kämpfen. Dazu zählt auch der SPD Ortverein Großbeeren.
Aus unserer Sicht gibt es zu diesem Thema, wie auch zu den Flugrouten, noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Das hat das Gutachten der obersten Fachbehörde des Bundes deutlich herausgearbeitet.
Deshalb sind jetzt weitere substanzielle Schritte in Richtung aktiven und passiven Lärmschutz gefordert, sonst bleiben die Bekenntnisse der Politik, sich der Sorgen und Nöte der Betroffenen anzunehmen, weiterhin nur leere Worthülsen.
Großbeeren, 12. Januar 2012

Kurzfassung des Lärmgutachtens des UBA

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22.12.2011
POLITIK: Rückendeckung für Schulze
Kreis-SPD will Streit entschärfen

LUCKENWALDE - Die Personalie Christoph Schulze sorgt weiter für Gesprächsstoff. Nachdem es zuletzt von der SPD-Landesebene heftige Kritik gegen ihren Landtagsabgeordneten und Kreistagsvorsitzenden gehagelt hatte (die MAZ berichtete), gibt es nun auch andere Töne. So ist der Kreis-SPD Bedauern anzumerken, dass Schulze die Landtagsfraktion verließ. „Die Stimme der Flughafen-Region wird nämlich fehlen“, sagt Unterbezirkschef Frank Gerhard.
Der Vorstand der Kreis-SPD hatte am Dienstagabend in Trebbin über das Thema beraten. Das Gremium war sich einig, dass der Austritt als solcher kritikwürdig ist. Die Genossen hoffen jedoch, dass Schulze seinen Schritt überdenkt und doch wieder der Landtagsfraktion beitritt.
Wie Gerhard gegenüber der MAZ ankündigte, will der Unterbezirk zu seiner Sitzung im Januar sowohl Schulze wie auch einen seiner derzeit heftigsten Kritiker, SPD-Generalsekretär Klaus Ness, einladen. „Wir wollen deeskalierend wirken“, sagte Gerhard.
Bei der SPD besteht allerdings Sorge, dass Schulze zur kommenden Landtagswahl einer anderen Partei oder Vereinigung beitreten könnte. Schulze hatte zuletzt erklärt, dass ein Parteiaustritt für ihn nicht in Frage kommt.
Als „menschlich unanständig“ hat der CDU-Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum den Umgang der Landes-SPD mit Schulze bezeichnet. Schulze habe sich stets „glaubwürdig für eine andere Flughafenpolitik engagiert“, das müsse man respektieren. Die Flughafenpolitik der SPD sei hingegen „unglaubwürdig“. Auch der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Axel Vogel, stellt fest, dass die SPD mit der „Diskreditierung Schulzes von eigenem Versagen ablenken“ will. (Von Ekkehard Freytag)

Quelle: MAZ, Zossener Rundschau, 22.12.2011
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21.12.2011
FLUGHAFENPOLITIK:
„Sie setzen sich nicht mit meinen Argumenten auseinander“
Christoph Schulze äußert sich zu Vorwürfen im Zusammenhang mit seinem Austritt aus der SPD-Landtagsfraktion
ZOSSEN - Die Nachricht vom Austritt des Zossener Landtagsabgeordneten Christoph Schulze aus der SPD-Fraktion hat für einen ziemlichen Wirbel gesorgt. „Ich habe jede Menge SMS und E-Mails bekommen, selbst aus der Fraktion“, sagt Christoph Schulze auf MAZ-Nachfrage. Dort sei er insbesondere für sein konsequentes Verhalten gelobt worden.
Schulze hatte am Freitag seinen Austritt aus der SPD-Landtagsfraktion verkündet, nachdem die Mehrheit des Parlaments die Volksinitiative für ein erweitertes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr zurückgewiesen hatte (MAZ berichtete).
Doch die Solidaritätsbekundungen sind Schulze nach eigenen Aussagen „eigentlich egal“. Er wolle keinen Beifall, sondern nur – wie immer – „sein Ding“ machen. „Wer außer den Abgeordneten soll denn für die Bürger kämpfen?“, fragt er. „Das ist doch mein Job!“, sagt er. „Und das sei doch eigentlich der Sinn der parlamentarischen Demokratie“, meint er.
Diesen „Job“ macht Schulze schon ziemlich lange. Seit 21 Jahren ist er Mitglied des Landtags, seit 18 Jahren des Kreistags von Teltow-Fläming, dem er mittlerweile vorsitzt, und zwischendurch saß er für fünf Jahre in der Stadtverordnetenversammlung Zossen.
Und seitdem klar ist, dass der Großflughafen BBI am Standort Schönefeld, der laut Raumordnungsverfahren als denkbar schlechtester Standort ermittelt wurde, gebaut werden soll, ist Schulze ein vehementer Gegner dieses Vorhabens an dieser Stelle. Er nutzte seine Position als Landtagsabgeordneter, um die Interessen der Menschen in seinem Wahlkreis, die insbesondere in Blankenfelde-Mahlow am meisten vom Fluglärm betroffen sein werden (und schon sind) vehement und öffentlich zu vertreten. Dass er sich damit im Parlament und auch in der eigenen Fraktion nicht besonders beliebt machte, war ihm egal.
Dass ihm nun Sachen vorgeworfen werden, die völlig sachfremd sind, ärgern ihn aber schon. So werfen ihm nun führende SPD-Landespolitiker vor, dass er seine Sonderbeiträge nicht an die Partei abführe. Das sind Sonderzahlungen, die von jedem SPD-Parlamentarier erwartet beziehungsweise verlangt werden, wenn er für seine Abgeordnetentätigkeit Diäten bezieht. Mal abgesehen davon, dass solche Sonderbeiträge eigentlich rechts- und verfassungswidrig und von daher auch nicht einklagbar sind, betont Schulze, dass er mit dem SPD-Generalsekretär eine schriftliche Vereinbarung getroffen habe, dass er diese Sonderbeiträge am Ende der Legislaturperiode überweisen werde, weil er das Geld derzeit brauche, um nebenbei seine Facharztausbildung abzuschließen.
Mit diesem Vorwürfen, so Schulze, versuche man von den wirklichen Gründen seines Fraktionsaustritts abzulenken und ihn zu diskreditieren. „Mit meinen sachlichen Argumenten setzen sie sich nicht auseinander.“
Weiterhin dementiert Schulze ausdrücklich, dass er sich nur wegen seiner beruflichen Neuorientierung aus der Fraktion zurückziehe. Hier werde versucht, Ursache und Wirkung miteinander zu vertauschen. Er habe im nun auslaufenden Jahr dem Fraktionsvorstand zahlreiche Vorschläge und Angebote zur Konfliktminimierung und Konfliktlösung in der Problematik Nachtflug, Lärm und Gesundheitsbelastung für die Anwohner rund um Schönefeld unterbreitet. Aber alle Vorschläge seien zurückgewiesen worden, obwohl Ministerpräsident Matthias Platzeck noch vor der letzten Landtagswahl auf einer Wahlkampfveranstaltung in Dabendorf versprochen habe, nach der Wahl „Nägel mit Köpfen“ zu machen, also Dinge wie Kostenerstattungsvereinbarungen zur Zufriedenheit der Anwohner abzuarbeiten. Doch nichts habe sich getan. „Was für einen Sinn macht es also“, fragt sich Schulze, „Mitglied einer Fraktion zu sein, die einen Abgeordneten, der die vitalen Interessen der Bürger vertritt, komplett ignoriert und genau das Gegenteil tut?“ Dabei gebe es zahlreiche Handlungsoptionen für die Regierung und den Landtag, den von Lärm und Gesundheitsbeeinträchtigung Betroffenen entgegenzukommen. „Das setzt aber einen ausgeprägten politischen Willen voraus, der nicht vorhanden ist“, so Christoph Schulze. Er werde sich jedenfalls nie an Projekten beteiligen, die die Gesundheit und das Leben der Menschen gefährden, sagt Schulze und zitiert Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), der Schönefeld als „unmenschlichen Standort“ bezeichnet hatte. (Von Hartmut F. Reck)
Quelle: MAZ, Zossener Rundschau, 21.12.2011
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21.12.2011
Hartmut F. Reck hat Respekt vor Christoph Schulzes konsequentem Handeln
Der Überzeugungstäter
Nun gut, Christoph Schulze scheint auf dem Absprung zu sein. Wer so handelt wie er, braucht sich keine Hoffnung mehr zu machen, von seiner Partei noch einmal als Landtagskandidat aufgestellt zu werden. Es sei denn, die hiesige Kreis-SPD beharrt darauf. Aber auch das scheint zweifelhaft.
Nicht von ungefähr orientiert sich Schulze nach 21 Parlamentsjahren beruflich in eine andere Richtung. Wer sich nach so langer Zeit noch ein Leben ohne Abgeordnetenmandat vorstellen kann, verdient allein schon deshalb Respekt.
Wenn aber die SPD-Führung in Potsdam nun meint, Schulze wolle sich nur einen geräuschvollen Abgang verschaffen, dann hat sie wohl immer noch nicht kapiert, dass es hier nicht um Selbstdarstellung geht, sondern um einen Akt der Selbstbehauptung.
Wer so lange und so konsequent im Interesse der Bürger gegen diesen Flughafenstandort und für Lärmschutzmaßnahmen eintritt, für den ist die Zurückweisung des Volksbegehrens für ein echtes Nachtflugverbot ein Affront.
Christoph Schulze ist ein Überzeugungstäter im besten Sinne. Zwar überfordert er oft seine Mitmenschen mit seinen Aktivitäten, aber er tut wenigstens etwas. Und das ist eine Menge, was man leider nicht von jedem Abgeordneten behaupten kann.
Quelle: MAZ, Zossener Rundschau, 21.12.2011
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26.11.2011
ERSCHLIESSUNGSVERTRAG:
Cieslik lehnt Tariftreueerklärung ab
SPD-Fraktion bleibt hartnäckig, unterliegt aber erneut
GROSSBEEREN - Zum zweiten Mal wurde am Donnerstagabend der Gemeindevertretung Großbeeren ein Erschließungsvertrag zur Beschlussfassung vorgelegt. Zum zweiten Mal erklärte sich Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) nach der brandenburgischen Kommunalverfassung für ausgeschlossen und setzte sich in die Zuschauerreihen. Zum zweiten Mal stellte die SPD-Fraktion einen Änderungsantrag, wonach der Generalunternehmer als Vertragspartner der Gemeinde eine Tariftreueerklärung abgeben soll. Zum zweiten Mal lehnte die Gemeindevertretung diesen Antrag mehrheitlich ab.
Es war wie ein Déjà-vu, weil sich alles so ähnlich abspielte wie beim ersten Mal auf der Sitzung am 27. Oktober. Es sollte ein Erschließungsvertrag zu einer Teilfläche des Bebauungsplangebietes „Trebbiner Straße“ in Großbeeren beschlossen werden. Vertragspartner der Gemeinde ist die Firma Ciema. Sie gehört dem Großbeerener Bauunternehmer Manfred Cieslik, weswegen sich der Bürgermeister von der Abstimmung ausschloss, weil die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zu enger Beziehungen zwischen dem Amtsträger und dem Unternehmer.
Anders als an diesem Donnerstag wurde vor vier Wochen noch heftig diskutiert über den Änderungsantrag der SPD, die Cieslik dazu verpflichten wollte, nur solche Firmen zu beauftragen, die nachweislich Tariflohn zahlen. Denn Ciesliks Unternehmen besteht praktisch nur aus ihm selber. Er beauftragt für alle seine Bauvorhaben andere Unternehmen, deren Arbeit er dann koordiniert.
Dass er – so wie von der SPD beantragt – eine Tariftreueerklärung abzugeben hat, lehnte die Mehrheit vor vier Wochen erstmals ab. Laut Gemeindeverwaltung handle es sich dabei nicht um eine öffentliche Auftragsvergabe, weshalb eine solche Tariftreueerklärung anzuwenden gesetzwidrig sei. „Wenn das ungesetzlich ist, kann meine Fraktion das nicht mittragen“, meinte dazu Michael Richter von der CDU.
Antragsteller Berndt von Schrötter (SPD) bezweifelte die Ungesetzlichkeit und forderte die Verwaltung auf, ihm nachzuweisen, dass dies ungesetzlich sei.
Bei der Novembersitzung nun wurde ein korrigierter Beschlussvorschlag nochmals vorgelegt, weil der ursprüngliche Beschluss wegen anderer Dinge formal beanstandet werden musste. In der Antragsbegründung stand vorsorglich, dass die Firma Ciema mündlich mitgeteilt habe, „dass sie die Hereinnahme selbst einer deklaratorischen Tariftreueerklärung in das zu vereinbarende Vertragswerk“ ablehne.
Das hielt Berndt von Schrötter aber nicht davon ab, seinen Änderungsantrag von vor vier Wochen erneut zu stellen, was wiederum – diesmal ohne Diskussion – abgelehnt wurde, diesmal mit fünf Ja-, acht Neinstimmen und zwei Enthaltungen.
Der eigentliche Beschlussantrag wurde daraufhin mit zehn Ja-, vier Neinstimmen und einer Enthaltung angenommen. (Von Hartmut F. Reck)
QUELLE: MAZ, Zossener Rundschau, 26.11.2011
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26.11.2011
Hartmut F. Reck hält einen Mindestlohn nicht nur bei öffentlichen Aufträgen für notwendig
Mindestens Mindestlohn
Ab dem 1. Januar 2012, so will es das Land Brandenburg, dürfen Kommunen öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen vergeben, die ihren Mitarbeitern einen Mindestlohn von acht Euro zahlen. Das ist ja wohl das Mindeste!
Die SPD-Fraktion in der Großbeerener Gemeindevertretung ging da einen Schritt weiter. Sie forderte, dass bei einem Erschließungsvertrag für ein neues Wohngebiet der beauftragte Generalunternehmer nur solche Firmen mit den Bauarbeiten beauftragt, die Tariflohn zahlen. Und der dürfte um einiges über dem Mindestlohn liegen.
Warum man sich in der Gemeindevertretung mehrheitlich so ziert, ist nachvollziehbar: Je mehr der Unternehmer an Lohnkosten zu verbuchen hat, desto teurer könnte die ganze Sache für die Gemeinde werden, und seine Angebote dürften künftig nicht mehr so unschlagbar günstig sein wie bisher. Die Gemeinde hätte auch nichts davon, wenn die Arbeiter, die ihre neuen Straßen bauen, mehr verdienen, weil wohl die wenigsten von ihnen innerhalb der Großbeerener Ortsgrenzen wohnen.

Gut, dass es bald wenigstens die Mindestlohnregelung gibt. Hoffentlich gilt die dann auch, wenn es sich dabei offiziell nicht um eine öffentliche Auftragsvergabe handelt, wie in diesem Fall!
QUELLE: MAZ, Zossener Rundschau, 26.11.2011
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08.11.2011
SPD Ortsverein Großbeeren begrüßt die Ergebnisse des SPD Landesparteitages in Falkenberg/Elster

Der Ortsvereinsvorsitzende Helmut Barthel war Gast der Beratungen.
Sein Fazit:

Die Stimmung war sehr optimistisch und konstruktiv. Mit dem Strategiepapier Brandenburg 2030 hat die SPD ein streitbares Zukunftsbild entwickelt, dass wir in den nächsten Monaten mit vielen Menschen diskutieren möchten. Am Ende soll ein Konzept stehen, das allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern eine lebenswerte Zukunftsperspektive bietet und durch einen soliden Landeshaushalt politische Spielräume schafft, um auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren.
Der Parteitag hat auch konkrete Beschlüsse gefasst, die für unsere Region von besonderer Bedeutung sind.
Der Beschluss zum Flughafen ist ein wichtiges Bekenntnis der Partei /des MP, dass der Flughafen neben Chancen auch Belastungen für die Bewohner mitbringt. Diese Belastungen müssen abgefedert werden.
Insbesondere der Beschluss, sich gegen eine dritte Start-/Landebahn auszusprechen, ist von zentraler Bedeutung, da ohne diese Bahn, die von der Betreibergesellschaft sowie Berlin und dem Bund nicht ausgeschlossen wird, die Drehkreuzfunktion nicht wirklich realisierbar ist.
Wichtig ist auch, dass die Flughafengesellschaft (deren Eigener auch Brandenburg ist) aufgefordert wird, eine Reihe von konkreten Maßnahmen durchzusetzen, um die Lärmbelastung zu minimieren.
Die Erarbeitung des Beschlusses war ein hartes Stück Arbeit. Am Ende hat der Zusammenhalt von 5 Unterbezirken im Flughafenumfeld die Entscheidung gebracht.
Weniger glücklich bin ich darüber, dass die Problematik Nachtflug nicht nochmal thematisiert wurde. Das war die Kröte, die wir schlucken mussten, um eine Mehrheit für den Antrag/Beschluss zu erhalten. Aus meiner Sicht schließt das aber nicht aus, über die Ausgestaltung der sogenannten Nachtrandzeiten weiter zu diskutieren, um die Belastung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu minimieren.

Lesen Sie hier dazu den Kommentar in der MAZ ..._
Lesen Sie hier dazu den Kommentar in der MOZ ..._
Lesen Sie hier die Rede von Matthias Platzeck auf dem LPT ..._
Lesen Sie hier den Beschluss I1 - Flughafen BER ..._
Die SPD Brandenburg startet nun auch im Internet die Debatte um ihr Diskussionspapier „Brandenburg 2030“. Unter der Internetadresse www.brandenburg2030.de_haben alle Interessierten die Möglichkeit sich direkt an der Debatte zu beteiligen
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31.10.2011
SPD Teltow-Fläming
Unterbezirksvorstand Pressearbeit 
Willy-Brandt-Flughafen Schönefeld 
Dritte Startbahn wird nicht kommen
„Am Standort Schönefeld wird es mit der SPD in Brandenburg keine weitere Start- und Landebahn geben!“ Da ist sich Frank Gerhard, Kreisvorsitzender der SPD im Landkreis Teltow-Fläming wenige Tage vor dem SPD-Landesparteitag am kommenden Samstag sicher. Ein von mehreren Kreisverbänden der SPD unterstützter Antrag zum Parteitag, so Gerhard, hätte auf einer Tagung der Landespartei die Zustimmung eines Großteils der anwesenden Ortsvereins- und Kreisvorsitzenden gefunden und auch des Landesvorstands mit Ministerpräsident Platzeck als Vorsitzendem. „Es wird ein deutliches Votum gegen das Schreckgespenst Flughafenerweiterung am Standort Schönefeld geben!“
Zustimmung, sagt Frank Gerhard, der auch Bürgermeister in Ludwigsfelde ist, werde es auch zu einer ganzen Reihe weiterer Maßnahmen geben, „die alle darauf gerichtet sind, Lärm zu minimieren und die Menschen in der Region zu entlasten, so weit das geht“.
Er wolle sich allerdings keiner Illusion hingeben und auch anderen nichts vormachen: „In der Frage des Nachtflugverbots wird es diese Gemeinsamkeit wohl nicht geben. Da stehen wir in der Region eher alleine.“ Mit jedem weiteren Kilometer Entfernung zum Flughafen sinke die persönliche Betroffenheit und steige der Anspruch an die Wirtschaftlichkeit, „die wir hier im Grundsatz ja auch nicht ablehnen“.

Detlef Schlüpen
Luckenwalde . Rangsdorf . 31.Oktober 2011
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02.10.2011
SPD startet Internet Debatte auf www.brandenburg2030.de
Die SPD Brandenburg startet nun auch im Internet die Debatte um ihr Diskussionspapier „Brandenburg 2030“. Unter der Internetadresse www.brandenburg2030.de, ist nicht nur das Diskussionspapier im Internet abrufbar, sondern alle Interessierten haben die Möglichkeit sich direkt an der Debatte zu beteiligen. Jede Thesen des Diskussionspapiers kann kommentiert und bewertet werden. Neue Vorschläge können eingebracht und zur Diskussion gestellt werden. „Damit kann sich bereits jeder, der über einen Internetzugang verfügt, an unserer Zukunftsdiskussion beteiligen“ erklärt Kommissionsvorsitzender Mike Schubert. Er freut sich auf eine rege Beteiligung.
Nach dem Landesparteitag im November, auf dem das Papier ebenfalls diskutiert aber noch nicht beschlossen werden soll, werden dann öffentliche Veranstaltungen in allen Regionen des Landes folgen.
Erst im Spätsommer 2012, nachdem die Diskussionsergebnisse ausgewertet und eingearbeitet wurden, wird die SPD dann ihr Leitbild „Brandenburg 2030“ auf einem Landesparteitag verabschieden.
Quelle: SPD Teltow-Fläming
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24.08.2011

Einladung: Die Schule ist für alle da – Gemeinsames Leben und Lernen in Brandenburg


Liebe SPD-Mitglieder im Unterbezirk Teltow-Fläming,

liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

in einer Wissensgesellschaft im 21. Jahrhundert darf die Parole "Kein Kind bleibt zurück!" keine Floskel mehr sein. Kinder, die in der gleichen Straße wohnen, sollen in Zukunft – ganz selbstverständlich – zusammen spielen, gemeinsam in den Hort, in den Kindergarten, in die gleiche Schule in der Nachbarschaft gehen können, unabhängig davon, welche Begabung und welchen Förderbedarf sie haben.
Die bestmögliche Bildung für alle von Anfang an ist eine wichtige Voraussetzung für die Integration in die Gesellschaft und insbesondere in das spätere Arbeitsleben. Ein weitgehend inklusives Schulsystem mit einer optimalen Förderung für jedes einzelne Kind sollte daher das Leitbild für die Bildungspolitik sein, um der Individualität sowie den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden.
Auch in Brandenburg wird über das gemeinsame Lernen aller Kinder – mit oder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf – und das Ziel "Eine Schule für Alle" heftig diskutiert. Was muss sich im brandenburgischen Schulsystem ändern? Welche Schritte müssen auf dem Weg  zu einem inklusiven Schulsystem unternommen werden? Betrifft er alle Kinder? Was muss in der Praxis geschehen? Welche Erfahrungen gibt es aus anderen Ländern?

Mit unserem Dialogforum „Die Schule ist für alle da – Gemeinsames Leben und Lernen in Brandenburg“ wollen wir uns als SPD Teltow-Fläming über diese und andere Fragen gerne gemeinsam mit der stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden und Bildungsministerin Dr. Martina Münch und unserem Jüterboger Bürgermeisterkandidaten Joachim Lattke austauschen.

Zu dieser Veranstaltung laden wir herzlich ein
am Mittwoch, 24. August 2011, um 18.00 Uhr
im Gasthaus „Schmied zu Jüterbog“,
Markt 12, 14913 Jüterbog.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme sowie einen interessante Meinungsaustausch.
Viele Grüße
Frank Gerhard
Vorsitzender der SPD TF
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21.07.2011

Die „neuen“ Flugrouten der Deutschen Flugsicherung
vom 4. Juli 2011

Sachstand

Am 4. Juli 2011 hat die Deutsche Flugsicherung auf der 78. Sitzung der Fluglärmkommission (FLK) die sogenannten Abwägungsergebnisse der Flugrouten präsentiert.
Insgesamt ist die Deutsche Flugsicherung in zahlreichen Aspekten den Beschlüssen der FLK nachgekommen.
Nach den nunmehr vorgelegten Vorschlägen wird Großbeeren im Wesentlichen durch eine Abflugvariante (Nordbahn bei westlichem Wind) und der Ortsteil Diedersdorf durch dieselbe Abflugvariante und zusätzlich durch ein Anflugverfahren (Nordbahn bei Ostwind) von den nun vorgelegten Flugrouten durch Fluglärm betroffen sein:

Abflug von Nordbahn bei Westwind: Die Flugzeuge beginnen ihren Steigflug zwischen Blankenfelde und Mahlow, umfliegen etwas südlich versetzt Diedersdorf. Danach erfolgt ein leichter Schwenk nach Westen, um südlich der Bahnlinie zwischen Großbeeren und Ludwigsfelde einen Freigabepunkt auf der Höhe von 5.000 Fuß (=ca. 1.550 Meter) anzusteuern. Bei dieser Höhe können die Piloten dann nach Freigabe durch die Fluglotsen selbständig über den weiteren Verlauf des Fluges entscheiden, was gegebenenfalls auch direkte Überflüge von Großbeeren zur Folge haben kann.
Nach bisherigem Kenntnisstand werden bei dieser Höhe von 5.000 Fuß täglich mindestens 48 Flugzeuge (von ca. 150 Flugzeugen pro Tag) nach Norden abdrehen und zwischen Potsdam und Stahnsdorf weiterfliegen. Sofern die Maschine diesen Freigabepunkt früher erreichen, könnten sie auch – zum Teil wie bisher – direkt über Großbeeren nach Norden abdrehen.

Anflug der Nordbahn bei Ostwind: Bei Anflügen wird es gegenüber den bisherigen Verfahren kaum eine Änderung geben. Ab einem Punkt leicht westlich von Ludwigsfelde schwenken die Maschinen auf eine gerade Linie zur Nordbahn ein und fliegen südlich von Großbeeren und Diedersdorf ein. 

Stellungnahme der SPD, Ortsverein Großbeeren 

Der Flughafen Berlin-Brandenburg ist ein für die Region wichtiges Infrastrukturprojekt. Die Hauptstadtregion ohne einen Flughafen ist nicht vorstellbar. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass es die brandenburgische SPD war, die sich vor 1996 für Sperenberg und nicht für Schönefeld eingesetzt hat. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für den Bau des Flughafens Schönefeld ist dieser Standort aber Realität. 

Die Entscheidung für Schönefeld war und bleibt die falsche Entscheidung. 

Die Proteste und die Verärgerung vieler Menschen bei der Diskussion zur Festlegung der Abflugverfahren am Flughafen Berlin-Brandenburg International BER (BBI) sind berechtigt. Die Bürgerinnen und Bürger verlangen zu Recht lärmvermeidende Flugrouten rund um den BER (BBI). 

Deshalb fordert die SPD, OV-Großbeeren:

-       Die Freigabe der Flugzeuge darf frühestens ab 6.000 Fuß, besser erst ab 8.000 Fuß Höhe erfolgen - damit wäre ein direktes Überfliegen von Großbeeren ausgeschlossen.

-       Bei zahlenmäßig geringen Flugbewegungen darf jeweils nur eine Startbahn genutzt werden; nach den Vorschlägen der DFS kann bei alleiniger Nutzung der Südbahn und bei alleiniger Nutzung der Nordbahn Blankenfelde-Mahlow entlastend im Süden umflogen werden.

-       Die SPD, OV Großbeeren, unterstützt ausdrücklich die Bemühungen u.a. der Schutzgemeinschaft Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld e.V., ein Nachtflugverbot zwischen 22.00 und 6:00 durchzusetzen.

Die SPD Großbeeren bittet daher alle Bürger nachdrücklich, sich an der entsprechenden Volksinitiative zu beteiligen.

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07.07.2011
Flugrouten: Brandenburger Bürgermeister fordern von Bundesverkehrsministerium weitere Verbesserungen
Auf Initiative der Brandenburger SPD-Bundestagsabgeordneten Andrea
Wicklein und Peter Danckert trafen sich gestern die Bürgermeister
mehrerer BER-Umlandgemeinden mit Klaus-Dieter Scheurle,
Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.
Dabei waren die Bürgermeisterin von Zeuthen, Beate Burgschweiger,
die Bürgermeister von Königs-Wusterhausen, Lutz Franzke,
von Großbeeren, Carl Ahlgrimm, von Ludwigsfelde, Frank Gerhard,
von Eichwalde, Bernd Speer sowie Bernd Habermann aus
Blankenfelde-Mahlow.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung weiter ..._
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22.06.2011

Sicherheit aller Kinder auf dem Weg
in den Hort ist (für SPD) oberstes Gebot

Liebe Großbeerener,
liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern

die Sommerferien stehen vor der Tür, alle Kinder und Eltern sind in Ferienlaune. Für die neuen Erstklässler und ihre Eltern kommt mit Riesenschritten aber auch ein anderer großer Tag näher: der Tag der Einschulung. Der Wechsel vom behüteten Kindergartenkind zum eigenständigeren Schulkind mit neuen Freunden, neuem Tagesablauf und neuen Anforderungen durch die Schule wirft seine Schatten voraus.
In diesem Jahr ist dieser Wechsel hier in Großbeeren leider mit einiger Unruhe belastet:
Unser Hort „Großbärenkinder“ ist auch in diesem Jahr wieder zu klein für den großen Andrang von Schülern. Wie schon in den letzten Jahren musste eine Sondergenehmigung beim Landesjugendamt beantragt werden, Plätze für weitere Kinder – über die 143 Kinder der Betriebserlaubnis hinaus – zu schaffen. Diese Sondergenehmigung wurde noch einmal nötig, weil der geplante Neubau für einen weiteren Hort frühestens in einem Jahr fertig sein kann.
Das Landesjugendamt hat uns nun letztmalig für ein Jahr die Genehmigung für 196 Kinder erteilt mit der klaren Auflage: bis dahin muss der neue Hort betriebsbereit sein. Im Zuge der Begehung des bestehenden Hortes kamen auch zahlreiche Aktivitäten des Hortes auf den Prüfstand. Und in einem Punkt kann so wie bisher nicht weiter gearbeitet werden (Zitat aus dem Bescheid):

(…)Im Rahmen der örtlichen Prüfung stellte sich heraus, dass von den Mitarbeitern der Horteinrichtung eine Wegbegleitung der Kinder (…) von der Schule zum Hort erfolgt. Solch eine grundsätzliche Schulwegbegleitung gehört nicht zu den Aufgaben des Hortes, die im Rahmen des notwendigen pädagogischen Personals zu realisieren sind (…). Soll sie von Mitarbeitern realisiert werden, ist vom Träger sicherzustellen, dass dies nicht im Rahmen des notwendigen pädagogischen Personals erfolgt (…).“

Dies bedeutet ganz klar folgendes: Die Schulwegbegleitung darf auf keinen Fall weiter über das Kitapersonal finanziert werden. D.h.: die Personen, die begleiten, können noch die gleichen sein, sie müssen aber für die Zeit, die für den Weg gebraucht wird, aus einem anderen Budget finanziert werden.
Unstrittig ist auch für das LJA die Begleitung im Rahmen der Arbeit des Hortes für die ersten 14 Tage nach Schulbeginn, im Einzelfall wie in Großbeeren kann es darüber hinaus bis zu den Herbstferien pädagogisch begründet werden, wenn das Üben der Strecke für eine längere Zeit als notwendig erachtet wird.
Die bisherige Praxis aber, die ersten und zweiten Klassen über das ganze Jahr zu begleiten, wird sicher nicht mehr genehmigt werden.

Hier muss also ein Kompromiss gefunden werden: die gesetzlichen Grundlagen betonen die elterliche Verantwortung für den Weg zur Schule wie auch den Weg nach Hause. In diese Verantwortung zählt auch der Weg von der Schule zum Hort (und gegebenenfalls, z.B. im Frühhort, andersherum).
Für die von vielen Eltern nun geforderte weitere Schulwegbegleitung muss also vor allem geklärt werden, wie lange diese Schulwegbegleitung sinnvoll ist und wie sie über das pädagogisch begründbare Maß hinaus anschließend finanziert werden kann.
Der Ortsverein der SPD und die Fraktion der SPD in der Gemeindevertretung sind sich einig: es muss eine Lösung gefunden werden, die die Sicherheit ALLER Kinder berücksichtigt. D.h. die Begleitung darf erst beendet werden, wenn alle Kinder zuverlässig und sicher den Weg zum Hort beherrschen.
Als Zeitraum, der für uns – nach erster Diskussion – als hierfür aussichtsreich erscheint, kommt für die erste Klasse die Zeit bis zum Halbjahreszeugnis (Winterferien) in Frage. Für die Finanzierung kommen verschiedene Modelle in Betracht, die sowohl die Gemeindefinanzen betreffen, als auch eventuell eine Beteiligung der Eltern, die sich jedoch in sehr kleinem Rahmen halten sollte, damit aus der Schulwegsicherheit keine soziale Frage wird.

Alle Fraktionen der Gemeindevertretung beschäftigen sich derzeit mit diesem Thema. Die Fraktion der SPD wird sich in der gemeinsamen Diskussion nachdrücklich für eine gute Kompromisslösung einsetzen, die für alle tragbar ist und die sowohl hinsichtlich Dauer als auch Finanzierung machbar bleibt.

Für die Fraktion und Vorstand der SPD Großbeeren

Petra Brückner

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30.05.2011

SPD-UNTERBEZIRKSPARTEITAG: Der Wind weht von vorn

Sozialdemokraten befassen sich in Luckenwalde mit Energiepolitik und Haushalt

LUCKENWALDE - Der SPD-Unterbezirksparteitag am Sonnabend im Luckenwalder Kreishaus war „kein Schön-Wetter-Parteitag“, so Frank Gerhard, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Teltow-Fläming, in seinem Schlusswort.
Gerhard, Bürgermeister von Ludwigsfelde, hatte vor 14 Monaten den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Teltow-Fläming übernommen „In dieser Zeit hatten wir den Wind zunehmend von vorn ins Gesicht“, sagte er. Auch beim Unterbezirksparteitag war ein offener, kritischer Ton spürbar, wie es die drei Unterbezirksvorsitzenden Frank Gerhard, Mike Schubert und Sören Kosanke in Bezug auf die Landes-SPD in einem Brief gefordert hatten (die MAZ berichtete). Dazu stehe er nach wie vor, sagte Gerhard. „Die Bürger erwarten von der Politik Offenheit und Geradlinigkeit“, stellte er fest. Hinsichtlich der Korruptionsvorwürfe gegenüber Landrat Peer Giesecke gelte für ihn die „gesetzliche Unschuldsvermutung, bis die Ergebnisse der Ermittlungen vorliegen“.
Landrat Peer Giesecke nahm insbesondere zu den jüngsten Turbulenzen rund um den Kreishaushalt Stellung. Ein Umdenken sei erforderlich. „Die freiwilligen Aufgaben des Landkreises müssen ebenso auf den Prüfstand wie die Wirtschaftsförderung im Landkreis“, erklärte er. „Ich bin nicht deprimiert wegen der neuen Situation und werde die Aufgaben nicht delegierten, aber es sind neue Strukturen und Veränderungen nötig“, so Giesecke.
Der Unterbezirksparteitag beschloss, eine spezielle Haushalts-Arbeitsgruppe einzusetzen. Einigkeit herrschte auch in Bezug auf die künftige Energiestrategie im Landkreis. „Energie muss jederzeit zuverlässig zur Verfügung stehen und für jedermann bezahlbar bleiben“, heißt es in einem einmütig beschlossenen Leitantrag, „Nein zur Kernkraft, ja zu 100-prozentig erneuerbaren Energien und eine bessere Energieeffizienz, das sind unsere Vorstellungen“, erklärte Hans-Joachim Lattke die SPD-Energiestrategie. „Die notwendige Energiewende kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn sie für die Bürger transparent ist, von ihnen akzeptiert und unterstützt wird“, so Detlev von der Heide.
„Ein Super-Konzept, das auf dezentrale Modelle setzt“, lobte SPD-Bundestagabgeordnete Andrea Wicklein. Weniger gut kam sie in Bezug auf den Lärmschutz beim BBI-Flughafen an. Sie werde „die einen nicht zu Lasten der anderen unterstützen“, sagte sie. Betroffene beispielsweise aus Blankenfelde-Mahlow sehen das anders. Landrat Giesecke erklärte dazu: „Wir müssen den Lärm so verteilen, dass jeder gleichermaßen belastet wird“. Bekräftigt wurde die Forderung des Nachtflugverbots von 22 bis 6 Uhr. Unterstützung wurde den SPD-Kandidaten für die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen Joachim Lattke (Jüterbog), Ortwin Baier (Blankenfelde-Mahlow), Detlef Schlüpen (Rangsdorf) und dem parteilosen Carsten Preuß für Zossen zugesichert. (Von Uta Franke)

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, Zossener Rundschau, 30.05.2011, S. 14
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21.03.2011
SPD-Ortsverein Großbeeren wählte neuen Vorstand
Am 21. März 2011 führte der SPD-Ortsverein Großbeeren turnusmäßig seine
Vorstandswahlen durch. Helmut Barthel wurde für weitere 2 Jahre als Vorsitzender
des Ortvereins bestätigt.
Als seine Stellvertreterin wählten die Ortvereinsmitglieder ebenfalls erneut Petra Brückner.
Zum Vorstand gehören weiterhin Dr. Roland Habich (Schriftführer), Andreas Meyer (Kassenwart),  Barbara Zempel (Beisitzerin) und  Klaus Maaßen und Thomas Roese (Beisitzer).
Orstverein Vorstand Grossbeeren 2011
obere Reihe (v.l.n.r.): Th. Roese, K. Maaßen, A. Meyer
untere Reihe (v.l.n.r.): R. Habich, P. Brückner, H. Barthel, B. Zempel
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"Kein Mensch hat das recht, einen anderen zu regieren."

Francisco Ascaso
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